Münzen – Eine Faszination von Schatzjägern, Anlegern und Sammlern

In diesem Artikel möchten wir euch die Geschichte und verschiedene Weltbewegende Ausgaben der glänzenden Zahlungsmittel vorstellen.

Die Münze

Bei einer Münze handelt es sich um ein meist rundförmiges Edelmetall, zum Zweck von

Handel oder Tausch. Im Laufe der Geschichte wurde die Münze als anerkanntes Zahlungsmittel weltweit etabliert. Sie enthalten auf der Vorder- und Rückseite oft Abbildungen und Schrift. Vor der Einführung, genauer gesagt der Prägung der Münze, wurde weltweit mit Edelmetallen wie Gold und Silber in Form von Barren gehandelt. Man versuchte auch hier einen Standard zu schaffen in dem beispielsweise Leder um das Edelmetall gespannt wurde.

Metallbarren aus der Spätbronzezeit erhielten so Standardformen. Die Form eines „Ochsenfells“ stellte beispielsweise einen dieser standardisierten Werte dar. Metallbarren und Silberbarren wurden für den Handel zwischen Ländern verwendet die dieses Handwerk beherrschten. Ein bekanntes Beispiel für den Handel mit Barren findet sich im achämenidischen Reich, hier wurden Silberbarren verwendet. Münzen waren dementsprechend eine Weiterentwicklung der Währungssysteme seit der Spätbronzezeit.

Solltet ihr Fragen zu dem Thema Münzen haben, steht euch unser Team von Juwelier Mere jederzeit gerne zur Verfügung.

Geschichtliches

Die ersten Münzen erschienen um 600 v. Chr. in Lydien, einem Königreich, das mit dem antiken Griechenland verbunden ist und sich in der heutigen Türkei befindet. Sie zeigten den Kopf eines Löwen und bestanden aus Elektrum, einer Legierung aus Gold und Silber. Wie oben beschrieben, gab es die Anwendung von Geld wie wir es heute definieren würden schon lange. Im alten China wurden bereits Muscheln als Währung verwendet. Vor etwa 5.000 Jahren hatten die Mesopotamier sogar ein Bankensystem entwickelt, in dem Menschen Getreide, Vieh und andere Wertsachen zur Aufbewahrung oder zum Handel deponieren konnten. Wir würden dieses Depot heute als Bank bezeichnen.

Das Herstellen von Münzen als Handelsmittel hat sich aufgrund der immer komplexer werdenden Welt etabliert. Menschen benötigten standardisierte Zahlungsmittel um Recht und Ordnung zu wahren. Das Lydische Experiment sprach sich rum und so entstanden nur wenige Jahrzehnte später im gesamten Mittelmeerraum neue Münzen. Die Griechen und Römer entwickelten im 6. Jahrhundert v. Chr. ihre eigenen Münzen und erweiterten dadurch ihr Handelsnetz. Gold und Silber ersetzten Elektrum als Material. Interessanterweise entsprachen die Münzwerte dem tatsächlichen Wert des Metalls. Heutzutage haben Münzen einen willkürlichen Wert. Die Welt der Münzen ist zum Teil sehr komplex, aus diesem Grund spezialisieren wir uns seit über 30 Jahren auf den Ankauf und Verkauf von Münzen in Berlin.

Geschichtliche Auflistung bekannter Münzen:

  • Lydische Elektrum-Münzen ca. 600 v. Chr.
  • Achämenidische Münzprägung 546–330 v. Chr.
  • Münzprägung Südasiens unter dem achämenidischen Regime ca. 515 v. Chr.
  • Indische Münzen ca. 400 v. Chr. – 100 n. Chr.
  • Griechische archaische Münzprägung bis ca. 480 v. Chr.
  • Münzen aus der klassischen griechischen Antike 480 v. Chr.
  • Chinesische runde Münzen 350 v. Chr.
  • Hellenistische Zeit 320 v. Chr. – 30 n. Chr.
  • Römerzeit 290 v. Chr.
  • Münzen aus dem Mittelalter 500 n. Chr.

Die Erfindung der Goldmünze

Gold wurde seit der Bronzezeit im alten Nahen Osten im Handel verwendet, aber die eigentlichen Münzen entstanden viel später. Wie bereits angesprochen, waren es die Lydier im 6. Jahrhundert v. Chr., in Anatolien, die die Goldmünze entwickelten. Der Name des Königs Krösus von Lydien wird mit der Erfindung verbunden. Die Verwendung der Goldmünze verbreitete sich durch Handel und Kriege rasend schnell.

Die Entstehung der Münze aus Silber

Silbermünzen sind die älteste Form der Münzprägung, die in Massen hergestellt wurden. Seit der Zeit der alten Griechen wird Silber als Münzmetall verwendet. Die silberne Drachme war zu der Zeit die beliebteste Handelsmünze.

Die Geschichtliche Einteilung zur Entstehung der Gold- und Silbermünze führt uns abschließend zurück auf die Entstehung der Münze allgemein.

Denn die Lydier nutzen auf die Anweisung ihres König Krösus Elektrum, eine Legierung bestehend aus Gold und Silber.

Die Wertigkeit von Münzen

Der Wert der Münze als Währung

Heutzutage bestehen die meisten Münzen nicht aus edlem Metall. Ihr Wert ergibt sich aus Ihrem Status als Fiat-Zahlungsmittel. Dies bedeutet, dass der Wert der Münze durch die staatliche Vereinheitlichung von Zahlungsmitteln, Fiat genannt, festgelegt wird.

Der Wert wird durch eine Form von staatlicher Garantie gedeckt.

Das Sammeln von Münzen

Die Sammlung von Münzen, auch Numismatik genannt ist eine Freizeitbeschäftigung vieler Menschen. Für viele Sammler ist die Geschichte hinter solch einer Münze attraktiver oder interessanter als die Investition in reines Gold, in Form von Barren oder Schmuck. Der Wert einer Münze als Sammlerstück hängt im Allgemeinen von ihrem Zustand, ihrer spezifischen historischen Bedeutung, ihrer Seltenheit, Qualität, Schönheit des Designs und ihrer allgemeinen Beliebtheit bei Sammlern ab.

Die Münze als Wertanlage

In seltene Münzen zu investieren ist mehr als ein Hobby. Sammlerstücke als Geldanlage zu haben, kann eine lukrative Möglichkeit sein ein Investment-Portfolio zu diversifizieren und so das Risiko zu verringern. Sammlerstücke werden schnell zu einem beliebten Anlageinstrument für diejenigen, die das Vertrauen in die Aktienmärkte verloren haben, denn eine Sachanlage kann im Laufe der Zeit an Wert gewinnen.

 

 

American Eagle Münzen

American Silver Eagle

Der “American Silver Eagle” ist eines der bekanntesten und beliebtesten und ohne Frage erfolgreichsten Münz-Produktionen der Vereinigten Staaten von Amerika. Diese bei Sammlern sehr beliebte Münze ist heutzutage weit verbreitet. Sie hat für die USA und damit auch für Sammler weltweit, mehr als nur einen monetären Wert. Die Silver Eagle ist von großer historischer Bedeutung. Die Vorderseite zeigt einen amerikanischen Silberadler, entworfen von John Mercanti und die Rückseite eine in Gewänder gehüllte Frau genannt “Walking Liberty”.

Sie wurde erstmals am 24. November 1986 veröffentlicht. Sie ist ausschließlich in der Größe von einer Feinunze erhältlich, die einen nominalen Nennwert von einem Dollar hat und eine garantierte Feinunze von 99,9 % reinem Silber enthält. Der Anstoß für die American Silver Eagle geht letztendlich von den Plänen der Regierung der USA in den 1970er und frühen 1980er-Jahren hervor. Ihr Ziel war es, Silber aus der Nationalen Sammlung zu verkaufen. Aufgrund großer politischer Proteste entschied sich die Regierung gegen den Verkauf von Silberbarren und für den Verkauf in Form von Münzen. Die erste wirklich bedeutende Sorte der Silver Eagle-Serie erschien 2008 und ist als „2008-W Silver Eagle Reverse of 2007 Variety“ bekannt.

American Silver Eagle haben einen Nennwert von 1 US-Dollar. Dies ist ihr rechtlicher Wert, der ihre Ausgabe und Monetarisierung als Münzen widerspiegelt. Die Preise werden hauptsächlich durch den schwankenden Silber-Preis und die anhaltenden Angebots- und Nachfrage Faktoren für dieses weltweit am häufigsten gekaufte Silber-Barren Produkt bestimmt. Der reguläre Preis einer Münze liegt zwischen 25 und 75 USD. Einige Ausgaben werden für erhebliche Summen verkauft, z. B. der 1995-W-Proof für 3.800 USD und das 20-jährige Jubiläums-Set aus dem Jahr 2006, dass eine spezielle „Reverse Proof“ -Münze sowie eine reguläre “Proof”-Münze und die neue „Burnished Uncirculated“ -Münze enthält für 250 USD.

Die Wiener Philharmoniker

Bei der Wiener Philarmoniker handelt es sich um eine österreichische Münze aus Gold, Platin sowie Silber. Sie versteht sich als Anlagemünze und ist daher kein offizielles Zahlungsmittel. Die Version aus Gold enthält einen Feingehalt von 999,9 von 1000 purem Gold. Preislich orientiert sich diese Münze am Goldpreis plus anfallende Gebühren. Geprägt wird diese Münze seit 1989 in der Hauptstadt Österreichs, Wien. Auf einer Seite sind Instrumente der Wiener Philharmoniker abgebildet, auf der anderen Seite ist die Orgel des goldenen Saals des Wiener Musikvereins zu sehen. Kreiert wurde das Kunstwerk von Thomas Pesendorfer. Diese sehr beliebte Münze ist seit 1990 die meistverkaufte Goldmünze Europas.

 

Die 5 und 10 DM Gedenkmünzen

Entstanden sind diese Gedenkmünzen erstmalig im Jahr 1953. Bis auf eine Ausgabe in Gold bestehen sie aus Silber und einer Kupfer-Nickel-Legierung namens Magnimat. Bis 2001 wurden 87 Versionen dieser Gedenkmünzen geprägt. Die Version der 5 DM mit der Jägernummer 388 Germanisches Museum, ist mit 200.000 Exemplaren eine seltenst zu findende Versionen der Münze. Dies spiegelt sich in ihrem Wert von über 2000 Euro wider. Bei der 10 DM Münze handelt es sich häufig um Münzen, die wichtige deutsche Persönlichkeiten wie beispielsweise Robert Koch, Carl Zeiss oder Arthur Schopenhauer gewidmet werden. 1998 erschien eine besondere 10 DM Gedenkmünze zum 50ten Jubiläum der Deutschen Mark. Auf ihr sind verschiedene Versionen von DM Münzen abgebildet, was ihr im Jahr 2002 den Titel “schönste Gedenkmünze Deutschlands” einbrachte. Bis auf die Münze “germanisches Museum” ist der Wert dieser Münzen sehr unterschiedlich und es kommt stark auf deren Zustand an.

2 Euro Gedenkmünzen

Euro-Gedenkmünzen sind Münzen, bei denen die Seite auf der das Land abgebildet ist, durch das Gedenken an ein spezielles Ereignis oder eine wichtige Persönlichkeit ersetzt wurde. Zu den beliebtesten Euro Gedenkmünzen zählen die Gedenkmünze “Griechenland 2020 mit der Schlacht bei den Thermopylen” und die “Deutschland 2019 mit dem Motiv 30 Jahre Mauerfall”. Aufgrund ihres Alters und ihrer hohen Auflage sind die Werte dieser Gedenkmünze derzeit eher niedrig.

 

 

200 Euro Goldmünze

100 und 200 Euro Goldmünze

Bei dieser Goldmünze handelt es sich um eine Gedenkmünze aus 99,99 % reinem Gold. Sie versteht sich als Anlagemünze. Auf einer Seite werden berühmte Orte wie beispielsweise das UNESCO Weltkulturerbe in Goslar abgebildet. Ebenfalls gibt es die 200 Euro Goldmünze.

 

 

China Silber Panda Münzen

Die chinesischen Panda Münzen

Die erste Ausgabe war 1982 in vier Stückelungen und Gewichten aus 99,99% reinem Gold erhältlich. 1983 fügte die Volksrepublik China Silber der Serie hinzu. Über zwei Jahrzehnte lang waren diese chinesischen Panda-Silbermünzen bei Sammlern wegen ihrer Schönheit beliebt. Investoren schätzen die Silbermünzen da die Reinheit, das Gewicht und der Inhalt der Silber Panda von der Volksrepublik China garantiert werden. Interessanterweise wog die Silberpanda von 1983 bis 1985 keine richtige Feinunze. Darüber hinaus betrug seine Feinheit lediglich 90 %. 1987 wurde die Feinheit auf den Standard von 99,99 % erhöht. 1986 und 1988 wurde keine chinesische Silberpanda-Münze ausgegeben.

Auf der Vorderseite der Panda-Münze befindet sich jedes Jahr ein anderes Porträt der bekanntesten Wildtiere Chinas. Im Jahr 2001 hat die Volksrepublik China die Designänderungen gestoppt, sodass der Silver Panda 2001 und 2002 das gleiche Design auf der Vorderseite haben. Nachdem Sammler protestierten, wurde dies aufgehoben. Nachfolgende Entwürfe waren wieder einzigartig. Auf der Rückseite des chinesischen Silber-Pandas befindet sich eine außergewöhnliche Radierung des Himmelstempels. Der Tempel in Peking wurde während der Ming-Dynastie im 15. Jahrhundert als Ort für Chinas Könige und Eliten erbaut. Der immense Wert und die Schönheit der chinesischen Silber Panda-Münze haben sie zu einer äußerst erfolgreichen Ergänzung in der Welt der internationalen Numismatik gemacht.

 

 

Silber Kookaburra Münzen

Die australische Silver Kookaburra Münze

Die Silver Kookaburra ist eine Silberbarren Münze aus Australien, die ab 1990 hergestellt wurde. Die Kookaburra bestanden bis zur Ausgabe 2018 aus 0,999 Feinsilber, deren Reinheit auf 0,9999 Silber anstieg. Während die Vorderseite immer Königin Elizabeth II. darstellt, wechselt die Rückseite jedes Jahr und zeigt immer einen Kookaburra, einen australischen Vogel. Das stetige Wechseln des Designs und die begrenzte Verfügbarkeit, machen diese Münzen besonders beliebt bei Sammlern. Etwas sehr Spezielles ist die 1 Kg Australian Silver Kookaburra Version.

Krügerrand

Der südafrikanische Krügerrand wurde erstmals 1967 geprägt. Der Krügerrand war zu dieser Zeit ein einzigartiges Exemplar, da er in jede Währung umgerechnet werden konnte.

In den späten 70er und frühen 1980er-Jahren machte der Krügerrand 90% des internationalen Münzmarktes aus. Viele Länder hatten die Münze aufgrund der Verbindung mit der Apartheid in Südafrika abgelehnt. Desto überraschender ist der hohe Prozentsatz im Hinblick auf die Beliebtheit der Münze. In den 1960er-Jahren produzierten südafrikanische Goldminen 70 % des weltweiten Goldes. Nachdem der globale Goldstandard abgeschafft wurde, machte die Südafrikanische Regierung aus der Not eine Tugend und entwickelte diese Münze. Die Idee hinter der Münze war etwas zu schaffen, dass Sammler und Investoren anspricht. Die erste Charge aus 1967, war die erste moderne Münze, die aus über einer Feinunze 22-Karat-Gold bestand.

Damit erreicht der Krügerrand eine Gold Reinheitsgrad von 91,67 %. Die restlichen 8,13 % bestehen aus Kupfer, welches der Münze ihren natürlichen orangefarbenen Schimmer verleiht. Der Name „Krügerrand“ kombiniert die Währungseinheit Südafrikas, den Rand, mit dem Nachnamen Paul Krüger. Er war eine wichtige politische und militärische Persönlichkeit in der ehemaligen Südafrikanischen Republik. Seine Abbildung ist auf einer Seite zu sehen. Auf der anderen Seite befindet sich ein Springbock. Der Wert dieser Münze ist hoch, was sie zu einem hervorragenden Anlageobjekt macht. Solltet ihr euch dazu entschließen eure Münze schätzen zu lassen, empfehlen wir euch dies bei einem Fachmann zu machen. Wir von Juwelier Mere, sind auf das Schätzen von Münzen in Berlin seit über 30 Jahren spezialisiert und helfen euch gerne.